Final Destination: Vietnam – Mekong Delta - Can Thao

 

Wir starteten morgens um 7.15 Uhr in Sihanoukville zu unserem nächsten Ziel – dem in ca.350 km entfernten Mekong Delta im Nachbarland Vietnam.

Ein paar interessante Infos zum Land: Es existieren weltweit nur noch 5 kommunistische Länder. Dazu zählen neben Vietnam auch China, Laos, Nordkorea und Kuba. Das Wort Vietnam hat zwei Wortbedeutungen. Die erste Vorsilbe „Viet“ steht für die Einheimischen des Landes und die zweite Vorsilbe „nam“ steht für die Leute im Süden.

Nach ca. 5 Stunden Busfahrt kamen wir an der Grenze von Kambodscha zu Vietnam an. Wir mussten alle unseren Bus verlassen, die persönlichen Sachen ganz galant auf unsere Schultern packen und durch die Hitze über eine extrem staubige Straße zum „Cambodia-Check-Out“ Häuschen gehen. Dort bekamen wir unseren „Ausreisestempel“ für Kambodscha, mussten noch weitere 500 (!) m und vollbeladen durch den Staub ins „Niemandsland“ laufen. Am zweiten Häuschen bekamen wir zur „Belohnung“ des Fußmarsches und nach Durchsicht unseres Reisepasses und der genauen Kontrolle des vorher besorgten Visums endlich unseren gültigen „Einreisestempel“ für Vietnam. Von dort ging es zu Fuß für uns noch mal bis zu einer Art Grenzschranke, die sich in knapp 200 m Entfernung befand. Unsere Pässe und Visum wurden erneut von einem Beamten geprüft. Wir konnten es kaum erwarten, nach dieser anstrengenden Ausreise-Einreise-Prozedur, endlich in unseren vietnamesischen Bus einzusteigen, der uns bis zu unserem Zielort nach Can Thao brachte.

Nach insgesamt 11 Stunden Busfahrt kamen wir gut bei unserem Homestay in Can Thao im Mekong Delta an. Ein sogenannter Homestay bedeutet in dem Fall eine Übernachtung bei einer vietnamesischen Familie in einfachen Bungalows, die mit dem Notwendigsten – zwei Matratzen und Moskitonetzen UND Strom, ausgestattet waren.

Da ich bei meiner letzten Vietnam Reise (im Dezember 2012) bereits einen Homestay bei einer vietnamesischen Familie in Sapa hatte, konnte ich mich zum Glück noch daran erinnern, dass es praktischer ist alle wichtigen Utensilien in einer kleinen Tasche dabei zu haben und nicht den großen Rucksack auspacken und suchen zu müssen. Das Wichtigste ist natürlich der Schlafsack, eine Taschenlampe, Waschzeug, Wechselklamotten und das alles in eine Art „Daypack“ zu packen. Gesagt, getan! Wir konnten so unser grosses Gepäck einfach im Kofferraum des Buses lassen und mussten uns nicht abschleppen.

Die Cousine des „Gastvaters“ führte uns durch das 53 Familien-Dorf und erklärte uns das dort die Familien jeweils mit ihren 5 bis 7 Kindern leben würden. Wir bekamen einige interessante Informationen und ein paar schöne erste Eindrücke des Mekong Deltas. Die Sonne ging langsam hinter den Reisfeldern unter und spiegelte sich in dem Wasser des Mekong Flusses wider.

Zum Abendessen konnten wir unser eigenen vietnamesischen Crêpe braten, der mit Reis, Sojabohnen und Salat befüllt werden konnte. Es gab zusätzlich noch lecker zubereiteten Tofu, vietnamesichen Kürbissuppe, jede Menge Reis und zum Nachtisch Wassermelone.

Am nächsten Morgen fuhren wir bereits gegen 7.30 Uhr mit einem Longtail Boot zu den berühmten „Floaten Markets“, wo man alles an Lebensmitteln wie z.B. Obst, Gemüse und selbst Cola auf einem Boot kaufen konnte. Die fleissigen Händler fuhren alle kreuz und quer in ihrem Gebiet des Flusses entlang und erinnerten mit ihren Rufen an Marktschreier bei Stadtfesten. Manche Familien leben Tag und Nacht auf ihrem Hausboot, wo sie ihre Waren verkaufen. Andere wiederum stammen aus anderen Regionen Vietnams, kommen nur zum Verkauf der Waren und fahren nach getaner Arbeit wieder mit ihrem Boot nach Hause.

Vom Mekong Delta fuhren wir mit dem Bus weiter nach Ho Chi Minh City – dem Endziel meiner Südostasien Reise.

20140222-205221.jpg

20140222-205259.jpg

20140222-205321.jpg

20140222-205340.jpg