Willkommen im tropischen Darwin

Die Stadt Darwin wurde nach dem weltbekannten Naturwissenschaftler Charles Darwin benannt und ist die Hauptstadt des Northern Territory. Darwin fand ich, ist schon auf den ersten Blick vollkommen anders, als andere australische Städte. Die Stadt gilt wegen seiner Lage auch als das „Tor zu Südostasien“.

Die Zeit, die ich in Darwin zur Verfügung hatte, verbrachte ich bei einem australischen Freund. Michael, der ursprünglich aus Brisbane stammt, ist ein waschechter Australier.😉 Sehr sportlich, liebt Cricket und Football über alles, liebt deutsches Bier und ist meistens lässig gekleidet. Er wohnt dort zusammen mit seinen drei sehr netten Mitbewohnern und seiner niedlichen Mischlingshündin Lola in einem australischen Haus (mit Pool im Garten) im Stadtteil Ludmilla, etwas außerhalb von Darwin.

Nach Perth ist die Stadt Darwin die am meisten isolierte Großstadt der Welt. Im tropischen Darwin gibt es nur zwei Jahreszeiten: Trockenzeit – The Dry (Mai bis Oktober) und Regenzeit – The Wet (November bis April). Schwülheiße Tagestemperaturen von über 35 Grad und einer Nachttemperatur von 25 Grad sind keine Seltenheit. Im September / Oktober sollte man Darwin wegen der unerträglichen Hitze und Gewitterstürme meiden. Darwin wird auch als „Lightning Capital of the World“ bezeichnet.

Als erstes stand für mich ein Besuch der „Spectaculer Crocs“ auf dem Mary River an, wo ich freilebende Krokodile vom Boot aus beobachten konnte. Manche Krokodile schwammen auffällig an der Wasseroberfläche, manche waren gut getarnt und versteckten sich im Gebüsch oder auf den Sandbänken. Die erfahrenen Croc Guides lockten die Krokodile mit großen Stücken Fleisch vom Wasserbüffel an. Selbst Krokodile mit einer Länge von über 5 m und mind. 700 kg sprangen aus dem Wasser um sich das blutige „Steak“ zu holen. Es war echt beeindruckend, vor allem als ich ein Tier sah, dass offenbar an die 100 Jahre alt sein sollte.

So nah wie diese Krokodile an dem Boot entlang schwammen, habe ich das letzte Mal vor vielen Jahren amerikanische Alligatoren in den Everglades in Florida gesehen.

Aber zwischen Krokodilen und Alligatoren gibt es einige Unterschiede. Bei Krokodilen sieht man z.B. die messerscharfen Zähne nur bei geöffnetem Maul. Während man bei Alligatoren die Zähne auch sieht, wenn deren Maul geschlossen ist.

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Kakadu National Park

Der Kakadu National Park, der sich etwa 150 km östlich von Darwin befindet, ist der größte National Park Australiens. Der beindruckende Park hat eine Fläche von über 20.000 km² und trägt meiner Meinung nach zurecht den Status eines „Naturerbes der Menschheit“.

Der Name Kakadu leitet sich übrigens nicht, wie vielen glauben, von den in Australien lebenden Kakadus ab, sondern von den hier ansässigen „Gagadju“ Aborigines. Diese verwalten bereits seit 1987 das zurückgegebene Areal zusammen mit dem National Parks & Wildlife Service.

Gegen 6 Uhr morgens hatte mich netterweise mein australischer Freund Michael , noch vor seiner Arbeit, in die City von Darwin gefahren. Gegen 6.30 Uhr kam der Van von „Adventure Tours“ mit dem ich eine 2-Tages Tour im Kakadu National Park geplant hatte.

Diesmal sind wir 10 Leute bei der Tour. Darunter ein ca. 60-jähriges, sehr rüstiges Ehepaar aus Irland, die interessanterweise über 30 Jahre in Afrika gelebt haben. Ein Geschwister Paar aus Norwegen Ende 50. Eine Japanerin, eine Koreanerin, ein Schweizer und tata 3 deutsche Mädels (inkl.mir).😉

Also wer denkt, dass man mit über 30 oder 40 zu alt für so eine Adventure Tour ist, der täuscht sich gewaltig. Das Wichtigste ist eigentlich, dass man eine gewisse Kondition und Ausdauer hat und fit ist.

Und das man keine Probleme damit hat, dass man sein Gepäck immer selbst trägt, sich größtenteils selbst versorgen muss, in keinen komfortablen Betten wie einst „Prinzessin auf der Erbse“ schläft, dass man extrem viel Sonnencreme und Moskitospray verbraucht und das man keinen Buttler hat, der einen betreut und einem wie in 5-Sterne Ressorts alles hinter her räumt.😉 Hier ist die Devise – selbst ist die Frau oder Mann! Gesundheitlich und körperlich fit sollte man deshalb für so eine Tour unbedingt sein, um die vielen Aktivitäten in der Natur mit den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden wirklich mitmachen kann. Sich auf Sonnenliegen zu aalen, kann man sicher auch noch, wenn man über 80 ist.😉

Wir besuchten am ersten Tag die „Spectaculer Crocs“ auf dem Mary River, wo wir freilebende Krokodile vom Boot aus beobachten konnten. Manche Krokodile schwammen auffällig an der Wasseroberfläche, manche waren gut versteckt im Gebüsch oder auf Sandbänken. Die erfahrenen Croc Guides lockten die Krokodile mit großen Stücken Fleisch vom Wasserbüffel an. Selbst Krokodile mit einer Länge von über 5 m und mind. 700 kg sprangen aus dem Wasser um sich das blutige „Steak“ zu holen. Es war echt beeindruckend, vor allem als wir ein Tier sahen, dass offenbar an die 100 Jahre alt sein soll.

So nah wie die Krokodile an unserem Boot entlang schwammen, habe ich das letzte Mal vor vielen Jahren Alligatoren in den Everglades in Florida gesehen. Aber zwischen Krokodilen und Alligatoren gibt es einige Unterschiede. Bei Krokodilen sieht man z.B. die messerscharfen Zähne nur bei geöffnetem Maul. Während man bei Alligatoren die Zähne auch sieht, wenn deren Maul geschlossen ist.

Am 2. Tag im Kakadu National Park meinte es unser australischer Guide David extrem gut mit uns. Er lief mit uns bei über 32 Grad und gefühlter 100% Luftfeuchtigkeit in der Mittagssonne über 20 km durch den wunderschönen National Park. Für eine kurze Abkühlung gingen wir in dem kleinen See „Gulara“, der zwischen Felsen gelegen war, schwimmen. Danach kam das Highlight des Tages – erst eine Wanderung und später eine extreme Klettertour zum Gipfel von „The Castle“. Wir kraxelten, wie die Gämsen in den Alpen, ohne besondere Sicherung auf Felswänden entlang. That’s the Australian way of life!😉

Ich war in dem Moment echt froh keine Höhenangst zu haben, das wäre absolut fatal gewesen. Allerdings ist es alles andere als leicht, egal wie sportlich man auch ist, mit einer Gürteltasche mit einer Wasserflasche und großen Kamera auf dem Rücken, Felswände hoch zu klettern. Man passt die ganze Zeit total auf die Kamera auf und zack schon schneidet man sich an der spitzen Klippe ganz fix das Knie auf. Aber da bin ich echt froh, dass ich mir keine gebrochenen Fuß Zehen oder andere Blessuren bei einer der Wanderungen zugezogen habe, wie andere.

Der Kakadu National Park ist wirklich sehr zu empfehlen und ein absolutes Highlight wenn man im Northern Territory oder Darwin unterwegs ist.

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