Ao Nang – Krabi

Nach 3,5 Stunden Busfahrt (von Khao Lak erst nach Khok Kloi und von dort nach Krabi) kamen wir schlussendlich nach 4,5 Stunden gut in unserem Zielort Ao Nang an. 

Die mehrstündige Fahrt in dem pink mit lila farbenen Reisebus (Anna’s Lieblingsfarben) war für uns echt amüsant. Auch wenn ca. 90 % der Mitreisenden Thailänder waren und wir mit großen Augen beobachtet wurden. Doof war nur, dass man sich ständig das Knie anrempelte, weil die Sitzplätze für kleine Thais konzipiert sind. 

Das Hotel „Sunda Resort“ hatten wir schon vor unserer Anreise nach Krabi gebucht und wurden, nach unserer eher bescheidenen Unterkunft in Khao Lak, sehr positiv überrascht. Wir bekamen unseren eigenen Bungalow mit Gartenblick und Duschungelfeeling inklusive. Das gesamte Hotel Personal ist sehr hilfsbereit und freundlich. Praktisch ist auch der kostenlose Shuttle vom Hotel zum Ao Nang Beach und zurück.

Mein Hotel Tipp – das Sunda Resort in Ao Nang

Als ich im November 2012 das erste Mal auf Krabi ankam, fand ich bereits die Landschaften an der Westküste Thailands einfach unglaublich. Dicht bewachsene Mangrovenwälder auf der einen Seite und steile Felsen, die aus dem Meer hinaus ragen, davor liegende Longtail Boote und türkis-blaues Meer. Genau so hatte ich den Ort Ao Nang in der Provinz Krabi noch in Erinnerung. 

Manchmal ist es ein seltsames Gefühl an den selben Ort zurück zu kehren. Man verbindet alte Erinnerungen mit diesem Ort, es fühlt sich vertraut aber doch irgendwie anders an, als wie beim ersten Besuch. 

Anna und ich beschlossen einen Sporttag einzulegen. Gesagt, getan! Wir buchten kurzerhand eine Ganztagestour für den Folgetag. Der Deal mit Anna war: erst zwei Stunden lang Kajaken und danach noch drei Stunden Reiten am Strand von Ao Nang. 

Um 8.30 Uhr wurden wir von einem Pick-Up abgeholt und fuhren zunächst zu der Anlegestelle für unsere Kajak Tour. Wir kletterten flink in unser Zweimann-Kajaks. Anna vorne, ich zum Steuern des Kajaks hinten. Unsere zweistündige Tour war echt schön und die Landschaft war so toll. Wir sahen die ein oder andere malerische Filmkulisse z.B. von James Bond. 

Lustig war auch, dass wir zwei deutschen Mädels bei über 30 Grad trotzdem ganz galant an den Kajaks der englischen und russischen Mitbürger in Windeseile, wie zwei Duracell Häschen mit voller Batterie, vorbei zogen.😉

Nach dem Kajaken fuhren wir erneut mit einem Pick-Up zu der Pferdefarm. Dort angekommen bekamen wir erstmal netterweise unser Thailändisches Mittag zur Stärkung. Nicht ganz uneigennützig, denn so konnten sich die Herren der Schöpfung noch fix die Endrunden vom Thai Boxen im Fernsehen anschauen. 

Anna und ich waren die Einzigen. Jeder bekam ein Pferd (Grösse wie ein Araber) und einen Reiterhelm zugeteilt, nachdem wir den Reitlehrer kurz über die vorhandenen, oder bei Anna (noch)
nicht vorhandenen, Reitkenntnisse informiert hatten. Für feste Schuhe und lange Hosen hatten wir pfiffigen Mädels bereits gesorgt. 

Um 13 Uhr ging es tatsächlich los. Ich bekam einen 4-jährigen Hengst, der aber alles andere als Kommandos beherrschte, er reagierte weder auf Schenkeldruck noch sonstwas. Erziehung war hier leider Fehlanzeige. Wir ritten direkt am Strand entlang, was echt traumhaft war. Doch plötzlich blieb mein Pferd namens Magnum einfach stehen. Alle Versuche ihn zum Weiterreiten zu überzeugen (ich selbst peitschte ihn aber nicht!) schlugen fehl. Der Reitlehrer kam und ich schaute nicht hin, denn er knallte dem Pferd mehrfach mit einer Peitsche auf dessen Flanken, rüttelte wie doof an dessen Zügeln, aber gar nichts passierte. Er stand wie ein sturer Esel und bewegte sich keinen einzigen cm von der Stelle. Irgendwann merkte auch unser Reitlehrer, dass Hopfen und Malz bei dem Pferd verloren waren und schlug mir kurzerhand einen Pferdetausch vor. Ich bekam sein Pferd und er nahm meins. Soweit so gut! Wenig später fragte er mich, ob ich gerne am Strand entlang galoppieren würde… Was für eine Frage? Klar!😉

Das Pferd rannte und rannte und rannte… Aber das Merkwürdige war, es wurde immer schneller. Das Pferd wurde nicht müde oder langsamer, es drehte immer mehr auf! Vom normalen Galopp ging der Hengst in Schnellgalopp über und ich hatte plötzlich das Gefühl Jockey auf einem Rennpferd zu sein… Der Strand endete aber irgendwann, danach folgte ein Strandweg, danach kam eine Strasse… Ich bremste das Pferd mehrfach abrupt ab und hatte kurzzeitig das Gefühl das Mundstück samt Trense bereits in der Hand zu halten… Aber zum Glück Fehlanzeige! Mein Rennpferd namens Ping-Pong tänzelte sich stattdessen lieber noch weiter im Trab und Schritt aus… Unfassbar! Mein früherer Physiklehrer würde bestimmt Bauklötze staunen, welchen Bremsweg wir zurück gelegt hatten und das bei nur 1 PS!😉

Als irgendwann Minuten später der Reitlehrer und Anna mit ihren Pferden am Horizont auftauchten, sah ich schon von Weiten den Reitlehrer schelmisch grinsen. Er freute sich und sagte nur: „Wow, very good run!“. Abgesehen von dem unglaublichen Bremsweg und meiner nervigen Tasche, die ich während der Aktion auf dem Rücken trug und Angst hatte sie im Schnellgalopp zu verlieren, war das Rennen an sich eigentlich super cool und es hat unfassbar viel Spass gemacht endlich mal wieder am Strand und durch so eine schöne Landschaft – wie hier auf Krabi – entlang zu reiten. Schade, dass meine liebe Freundin Katja, die ein grosser Pferdefan ist, nicht hier sein kann. Der Strandausritt hätte ihr bestimmt super gut gefallen. 

Wie heißt es so schön? „Das größte Glück der Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde.“ Es war ein ganz toller Tag, mit vielen sehr schönen Erlebnissen. Und ich bin echt stolz auf Anna, die an diesem Tag ihren ersten Ausritt und dann auch noch am Strand hatte und es auf ihrem Pferd Mac-Mac sehr gut gemeistert hat. 

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Khao Lak ist „anders“

Die letzten 4 Tage haben wir in Khao Lak verbracht. Unser Hostel war ganz okay und das Preis-Leistungsverhältnis pro Person war auch gut. Das Beste war allerdings die Nähe zum Nang Thong Beach und das kostenlose Wifi, das wir nutzen konnten. 

Khao Lak ist im Vergleich zu Phuket auf jeden Fall wesentlich ruhiger und entspannter, als die Touristenhochburg Phuket. Die Strände sind nicht so voll und man kann sich z.B. problemlos mit seinem eigenen Strandhandtuch an den Strand legen und wird nicht permanent angequatscht. Es gab sogar kostenlose Sonnenliegen bei einer Bar.😉

Schon nach kürzester Zeit stellte sich heraus, dass Khao Lak irgendwie „anders“ als viele andere Urlaubsorte in Thailand ist. Nach Krabi, Koh Muk und Koh Rok, die ich im Jahr 2012 besuchte und jetzt Phuket, Phi Phi Island und Co. war Khao Lak irgendwie anders. Doch was machte diesen Ort hier so speziell? 

Am Mittwoch beschlossen Anna und ich zu Fuß zum Nachbarort nach Ban Bangniang zu laufen. Wir wollten uns dort das bekannte Polizei Boot, dass bei der Tsunami Katastrophe am 26.12.2004 mit voller Wucht von der gigantischen Flutwelle ins Landesinnere gespült wurde, vor Ort ansehen. Wenn man selbst sieht an welchem Fleckchen Erde dieses Boot mit der Nummer 813 liegt und wie weit entfernt der Strand tatsächlich ist, erst dann realisiert man ansatzweise das Ausmaß dieses Tsunami, der am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 gnadenlos einschlug und das Leben der Bevölkerung von einem auf den nächsten Moment radikal veränderte. Während vor dem Tsunami überall Luxus Hotels und Restaurants an der langen Strandpromenade dominierten, herrschte danach nur noch Chaos. 

Im „Tsunami Museum“ stand man teilweise wirklich völlig sprachlos vor den TV Bildschirmen als man die Original Aufnahmen mit Original Ton der Betroffenen sah… Es hat mich selbst in dem Moment total berührt die vielen Einzelschicksale auf den Live-Aufnahmen zu sehen, wie beispielsweise ein kleines Thai Mädchen, das immer wieder – leider vergeblich – versuchte ihre Mutter wach zu rütteln, die aber längst tot war. Oder ein asiatischer Tourist, der nach einem harmlosen Schnorchelausflug Opfer des Tsunami wurde und daraufhin leblos im Wasser trieb und Keiner der Beteiligten seiner Gruppe sich traute ihn in dem Moment zu bergen. Oder die Bilder der unglaublich vielen, leblosen Körper, die von den freiwilligen Helfern und der Thailändischen Armee schnellstmöglich in einfache Särge untergebracht werden mussten, um eine drohende Epidemie im Land zu vermeiden. Was für ein wahnsinniges Glück hatten die Menschen, die diese unfassbare Katastrophe überlebt haben? Man spürt die verheerenden Folgen des Tsunami, egal ob wirtschaftlich oder touristisch, noch heute – 9 Jahre nach dieser Katastrophe. 

Und wenn man selbst an diesem Strand sitzt, in der Nähe des Leuchtturms und auf das Meer hinaus blickt zum Horizont, wird einem wieder einmal mehr bewusst, wie schnell das Leben doch vorbei sein kann. Eigentlich im Bruchteil einer einzigen Sekunde… 

Also sollten WIR alle das Leben versuchen zu geniessen, glücklich zu sein und zu leben, wie wir es wollen und nicht wie Andere es gerne hätten. Wir sollten das Leben mit den Menschen verbringen, die einem gut tun, die man liebt, die einem nahe stehen und versuchen jeden kostbaren Augenblick zusammen zu geniessen. Und sich nicht über Kleinigkeiten ärgern, die man sowieso nicht ändern kann… In diesem Sinne: Enjoy your life!😉

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Insel Phuket - Sightseeing

Nachdem wir uns Patong Beach angesehen hatten, beschlossen wir am Folgetag etwas Sightseeing zu machen. Ich hatte uns in Patong ein paar Flyer von den Highlights der Insel von verschiedenen Anbietern besorgt und rief kurzerhand bei einem Anbieter morgens an und buchte für uns beide spontan noch eine Tour für den selben Tag. Samstag Nachmittag bis abends. Als wir im Mini Van sassen schüttete es wie aus Eimern. Doch glücklicherweise hörte es nach 1 Stunde auf und wir hatten wieder strahlenden Sonnenschein während der ganzen Tour. 

Wir machten unseren ersten Stop bei dem Kata View Point, von wo man einen tollen Blick über die schöne Bucht und Phuket selbst hatte. 

Eine 30-minütige Trekking Tour mit einem Elefanten stand auch auf dem Programm. Wir saßen zu zweit auf einer Art Elefantensattel, der allerdings eher einer zu groß geratenen, instabilen Holzschaukel ähnelte. Bei jedem Schritt des Dickhäuters wippte man nämlich gleichmässig von der linken zur rechten Seite. Damit wir unsere Flip-Flops nicht verlieren, haben wir sie direkt ausgezogen und unsere Füße auf den weichen Nacken des Elefanten quasi abgestellt. Die kurzen Haare des Elefanten waren aber alles andere als hart und borstig, es fühlte sich ganz weich an. 

Merkwürdig war nur eins und zwar was der Guide tat. Kaum saßen wir auf dem Elefanten holte er aus der linken Tasche einen Plastikkoffer zum Vorschein. Nein, es gab jetzt keine Auswahl an diversen Fotoprodukten, sondern was viel skurrileres. Er zeigte uns ganz locker, flockig Ketten und Anhänger die angeblich aus Elfenbein sein sollten und pries diese in den höchsten Tönen mit: „Real elephant teeth!“ an. In dem Moment dachte man echt, man ist im falschen Film. Einfach unglaublich! 😔Zum Glück ist mir sowas im Norden von Thailand 2012 bei meiner letzten Elefanten Trekking Tour nicht passiert. Sicherlich kann man das nicht pauschal über alle Elefanten Camps in Thailand sagen, aber sowas wie in Phuket ist einfach alles andere als artgerecht. 

Nach dem Ende der kurzen Trekking-Tour besuchten wir eine kleine Orchideen Farm und durften noch einen kleinen Baby Elefanten streicheln und mit Bananen füttern. Der kleine Dumbo war soooooo niedlich. Aber es tat mir gleichzeitig so unglaublich leid zu sehen, dass er an einer viel zu kurzen Fußkette aus hartem Gußeisen festgebunden war. Dumbo versuchte sich mehrfach hinzulegen, was ihm mit dieser Kette aber schlichtweg gar nicht möglich war. Warum tun Menschen nur so etwas grausames? Warum können sie diese wundervollen Tiere nicht respektieren und sie dementsprechend artgerecht halten? Ist die Gier nach Profit so groß, dass sie irgendwann zu skrupellosen und eiskalten Menschen werden? Was ist nur aus den freundlichen Thai’s geworden? Ich muss gestehen, ich war nach diesem Teil unserer gebuchten Tagestour erstmal ziemlich geknickt und überlegte ernsthaft wie man diesen liebenswerten Wesen irgendwie helfen könnte. Deshalb schreibe ich in meinem Blog auch nicht wie toll alles war, sondern schreibe Euch wie es wirklich ist. 

Unser nächster Stop war der grösste und bekannteste Tempel von Phuket der Wat Chalong. Diese unglaublich schöne Tempelanlage kennen vielleicht einige aus dem Film „Good morning Vietnam“? Der Film wurde nämlich genau hier gedreht und nicht im benachbarten Vietnam. 

Danach ging es weiter zum Big Buddha. Einer riesengroßen, weißen Marmorstatue, die sich auf einem Berg befindet und zu einer der Wahrzeichen von Phuket zählt. Diese Statue ist allerdings noch unfertig und wird derzeit restauriert. Für 1000 Baht, umgerechnet ca. 24 Euro, konnte man eine quadratische, 30 x 30 cm große Marmorplatte kaufen und sie mit einem Edding Stift beschriften. Einige buddhistische Touris beschrifteten die Platten mit ihren Wünschen oder Grüssen. Sie hatten so die Möglichkeit an der Fertigstellung des Buddhas aktiv beteiligt zu sein und sich selbst gewissermassen zu verewigen. 

Wir hielten danach in einer Cashew Nut Factory, wo unglaublich viele Sorten von Cashew Nüssen hergestellt wurden. So gab es beispielsweise die leckren Cashew Nüsse mit Wasabi Geschmack (unsere Favoriten), mit BBQ, mit Sour Cream, mit Honig oder sogar mit Schokolade. Und wir erfuhren, dass eine Cashew Nuss aus nur einer einzigen Frucht hergestellt wird. Der Aufwand für die Herstellung von Cashew Nüssen ist also ziemlich groß. Aber wie schnell verputzt man doch eigentlich unbewusst 100 Gramm z.B. abends beim Fernsehgucken. 

Der letzte Stop war auf dem Weekend Market in Phuket Town, wo wir 1 Stunde Zeit zur Verfügung hatten, bevor es für uns dann zurück zum Hotel ging. Auf dem Weekend-Market gab es alles was man an thailändischen Souvenirs kennt und natürlich jede Menge Klamotten, Schmuck, Lederwaren, Taschen in allen Größen und Formen. Es gab typisch thailändische Gerichte an den Streetfood Ständen. Aber auch seltsame Dinge wie Froschfleisch oder in Öl gebratene Insekten wie z.B. Mehlwürmer oder Heuschrecken. Anna entschied sich für einen Thai Chicken Döner und ich aß ein klassisches Thai Curry mit Reis. 

Durch einen witzigen Zufall lernte ich einen 35-jährigen Schweizer kennen, der seinen Urlaub gerade mit ein paar Kumpels auf Phuket verbringt. Markus lebt und arbeitet eigentlich in Zürich, aber macht bereits seit 7 (!) Jahren Urlaub auf Phuket. Ich war baff. Warum sooo oft und warum ausgerechnet Phuket? Nein, er stand nicht auf Thailänderinnen.😉 Für ihn als Schweizer, wo Essen, alkoholische Getränke und Weggehen in Clubs in der Schweiz extrem teuer sind (4-5 fache wie in Deutschland), ist es für ihn hier einfach mega billig mit seinen Kumpels Party zu machen. Auch er bestätigte, dass er Patong Beach und andere Touristenhochburgen definitiv meiden würde und stattdessen lieber zum Surin oder Kata Beach fährt. 

Am Sonntag stand unser bereits gebuchter Ausflug (Happy New Year Sonderpreis von 3200 Baht für 2 Personen, anstatt pro Person) mit dem Speedboat nach Phi Phi Island und Co. auf dem Programm. Frühs um 8 Uhr holte uns der Fahrer mit dem Minibus ab und wir fuhren zum Chalong Pier, von wo aus es direkt zu unserem Speedboat ging.

An unserem letzten Abend in Phuket Town aßen wir in einem sehr schönen Restaurant. Am Nachbartisch saß ein total nettes Pärchen mit denen wir schnell ins Gespräch kamen. Julia und Farhan waren aus Toronto / Kanada und verbrachten als frisch getrautes Ehepaar ihren Honeymoon gerade in Thailand. Sie luden uns ein mit ihnen Sang Som – eine Art thailändischer Rum mit ca. 40 %, in Kombination mit Cola zu trinken. Es schmeckte ungefähr so wie Bacardi Cola, nur etwas stärker.😉

Von Anna:

„Frances bestellte an dem Abend Red Curry für sich. Was serviert wurde, war aber definitiv kein red curry, da es grün war und die Zutaten dieselben wie beim Green Curry waren. Auf Nachfrage hin, dass aber Red Curry bestellt wurde war die Antwort, dass das grüne Essen Red Curry sei. 

Auch am Nebentisch wunderte man sich darüber, dass wir unterschiedliche Sachen bestellt, aber das selbe bekommen haben. Auch Julia und Farhan fragten die Bedienung, ob das nicht das gleiche wäre, was auch wir bestellt haben?! 

Ihre typisch thailändische Antwort „Same same but different“ kam wie aus der Pistole geschossen. Wir vier schauten uns an und lachten laut los.  
Diese Antwort ist so legendär, dass es davon sogar T-Shirts gibt! “

Nach 5 Tagen die wir auf der bekannten Urlauberinsel Phuket verbracht haben, können wir (Anna und ich) sagen, dass es zwar einerseits eine schöne Insel ist, aber dass hier leider der Massentourismus und die Abzocke so derart überhand genommen haben, dass wir froh sind weiter zu reisen. Gerade sitzen wir in einem einheimischen Bus und sind auf dem Weg nach Khao Lak… 

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Patong Beach auf Phuket

Patong Beach auf der thailändischen Insel Phuket soll ja bekanntlich für viele Urlauber das Paradies auf Erden sein. Also wollten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen, wenn wir schon mal ein paar Tage auf Phuket sind. Wir entschieden uns für die günstige Bus Variante für nur 30 Baht und fuhren mit den Thailändern zusammen im Bus innerhalb von 45 Minuten von Phuket Town zum Strand. Die kostenintensive Variante – die Taxifahrt – hätte uns sagenhafte 600 Baht gekostet. 

Fazit des Tages bereits nach nur 1 Tag können wir der Aussage „Patong Beach – wäre das Paradies auf Erden“ definitiv widersprechen. Wer fliegt bitte freiwillig über 12-14 Stunden mit mind. 1-2 Zwischenstopps (Dubai und Bangkok) nach Patong Beach und verbringt dort 2 Wochen lang seinen Urlaub? 

Die Strände sind proppervoll von Touristen. In drei Reihen liegen sie wie die Brathähnchen und prutzeln in der Sonne. Alle 1-2 Minuten wechseln sich die Händler ab und versuchen einem ungefragt und ziemlich aufdringlich Sonnenbrillen, Taschen, kitschige Holz Elefanten, Schmuck jeder Art, Gürtel, verschiedenste Getränke, fette Donats oder sonstiges anzudrehen. Die Strandliegen mit Auflagen kosten pro Person 100 Baht, der orange oder lila Sonnenschirm und Beistelltisch ist netterweise inklusive. 

Größtenteils findet man hier übrigens viele russische Mitbürger, die den gesamten Strand mit ihren lautstarken Gesprächen oder ihrem dauerhaften Shopping-Wahn unterhalten. Manchmal ist sowas ja ganz amüsant aber permanent? 

Als 17-Jährige habe ich einmal mit mehreren Freunden 2 Wochen Urlaub direkt am Ballermann auf Mallorca gemacht. Ganz ehrlich, wenn es hier heute noch Sangria aus Eimern mit Strohhalmen gegeben hätte und Micky Krause’s Hit „10 nackte Friseusen“ aus dem Lautsprecher gedröhnt hätte, man hätte denken können man wäre gerade auf Malle und nicht in Thailand. Bin ich froh, dass ich letztes Jahr bei meiner Insel-Hopping Tour absichtlich die Touristenhochburg Phuket ausgelassen hatte und mir stattdessen die kleinen Inseln angesehen habe. Also alles richtig gemacht!😉

Unser Highlight des Tages war am Abend noch unsere Mädels Shopping Tour durch die Strassen von Patong Beach. So haben wir coole Shirts von meinen Lieblingsmarken Billabong, Roxy und Superdry zu Schnäppchenpreisen erstanden. Und Anna hat jetzt auch endlich einen pink-farbenen wasserdichten Seesack und eine schnucklige und sehr praktische Handgepäcktasche von Roxy bekommen.

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Silvester in Bangkok

Am Silvesterabend stylten wir uns für die bevorstehende Party und trugen unsere natürlich sexy Cocktailkleider mit unseren passenden High Heels. 

Wir fuhren etwa gegen 23 Uhr mit unserem bestellten Taxi ins „Mandarin Oriental Hotel“. Nachdem wir dort, zumindest vor Mitternacht, noch nicht zur geplanten Party erscheinen konnten, entschieden wir uns mit dem Tuk Tuk zum River City Pier zu fahren. Von dort aus hatten wir einen fantastischen Blick über die Skyline von Bangkok, direkt gegenüber vom legendären „Millenium Hilton“. Ich besorgte für uns beide noch kurz vor Mitternacht zwei Singha Bier, was in Bangkok und zu dem Zeitpunkt aber alles andere als einfach war. Aber Silvester ohne etwas zum Anstossen zu haben – sowas geht echt gar nicht. 

Um Punkt Null Uhr erlebten wir hier in Bangkok – in der ersten Reihe, direkt am Fluss ein phänomenales Feuerwerk über der Stadt. Weiße, gelbe, rote und blaue Feuerwerkskörper wechselten sich ab und am Ende des Horizonts waren viele kleine, aufsteigende Papier Ballons zu sehen. Wir gingen zunächst zur coolen Party des „Viva Aviv“ Clubs und tanzten dort zu House und Electro Sounds, bevor wir uns kurze Zeit später auf den Weg machten zum „Mandarin Oriental Hotel“ zu kommen. Die Tuk Tuk Fahrer wollten sich eine goldene Nase in dieser Nacht verdienen und dachten anscheinend wir sind entweder senil oder vollkommen besoffen. Während wir vorher 40 Baht bezahlt hatten, wollten sie jetzt NICHT nur das Doppelte, sondern den „Special Neujahrspreis“ von 400 Baht. Aber ohne uns! Wir zogen kurzerhand unsere High Heels aus und liefen barfuß und schnurstracks die Straße entlang zurück zum Hotel. 

Nach 30 Minuten Fußmarsch kamen wir am Hotel an und liefen geradewegs zum Fahrstuhl. Plötzlich standen wir neben zwei älteren Gentlemen, die uns noch die Fahrstuhltür aufhielten. Wir wünschten uns gegenseitig „Happy new year“ und Anna sagte in dem Moment zu mir: „Ich bin mal gespannt wie die Party wird, wenn die zwei hier schon ins Bett gehen.“ Daraufhin sagte der eine Herr: „Hier scheint es ja noch mehr Deutsche in dem Hotel zu geben. Wir gehen aber noch nicht schlafen…“ Ein kurzes, peinliches Schweigen… bevor der andere Herr mit freundlicher Stimme sagte: „Unsere Söhne sind auch auf der Party!“ In dem Moment hielt der Fahrstuhl, beide stiegen aus und dann drehte sich der andere Herr zu uns um und sagte: „Wir kommen auch gleich wieder zurück zur Party.“ Anna und ich schauten uns nur an und mussten erstmal herzhaft lachen. Hatten die Beiden das wirklich gerade ausgesprochen, was sie sich gedacht haben? Oh ja!😉

Die Party war total amüsant und wurde von mehreren Moderatoren und einem abwechslungsreichen Musik Programm begleitet. 

Blogeintrag von Anna
…Bis halb 3 haben wir noch getanzt was das Zeug hält und bis die Füße blutig waren. Also schnell Cinderella spielen und ein Taxi rufen, dass uns nach Hause bringt. Eine Stunde später war es dann da, aber es hatte kein Taxometer. Also wurde der Preis mal schnell auf das vierfache von dem, was wir hin bezahlt haben vom Fahrer hochgeschraubt. 

„Die Söhne“ standen auch mit anderen jüngeren Leuten draußen und haben uns angequatscht, während wir uns mit einem anderen deutschen Mädchen unterhalten haben. Wieder einmal wurde klar, dass die Welt ein Dorf ist, denn es stellte sich raus, dass auch „Die Söhne“ aus Köln kamen. Aber dabei bleibt es nicht. Die Eltern, deren Bekanntschaft wir ja vorab schon im Aufzug gemacht haben, kommen aus Köln-Junkersdorf. Ja, ne, ist klar. Ich fliege 10.000 km weit weg um an Silvester meine „Nachbarn“ aus Köln zu treffen. 

Kurzerhand gab es eine Planänderung. Wir fahren noch mit den jungen Leuten in einen Club ins Interconti. Gesagt getan, liefen wir schon wieder durch das Mandarin Oriental zum Fluss, stiegen auf eines der Boote und fuhren zum Shangri-La Hotel, weil die Herrschaften sich noch umziehen wollten. „Die Söhne“ haben wir zwischenzeitlich verloren, weil sie direkt in den Club nachkommen wollten. Ein Anruf im Interconti verriet uns, dass der Club schon geschlossen hat. Eigentlich sehr merkwürdig. Es ist gerade mal halb 4 an Silvester. Gut, dann gehen wir halt in den Club im Hilton. Aber auch der hatte geschlossen. 

Kurzerhand sind wir dann an der Hotelbar im Shangri-La Hotel geblieben. Ich habe mich fast tot gelacht, als die Mitarbeiter uns sagten, dass auch sie schon geschlossen haben. Also haben die anderen die Minibars auf ihren Zimmern geplündert und die Sachen runter in die Hotelbar geholt. 

Ein Mitarbeiter kam an und wir haben alle – jeder für sich – damit gerechnet, dass er sagt, dass wir die „mitgebrachten“ Getränke hier nicht trinken könnten. Stattdessen fragte er uns, ob wir gerne Eiswürfel hätten. Ich werde hier immer wieder überrascht.
Und was sich alles so rausstellte… Der eine der Jungs war bis vor kurzem bevor er zurück nach München ging noch Mitarbeiter der REWE Group in der Stolberger Straße. Ich fass es einfach nicht. Wie klein ist dieses Welt-Dorf eigentlich??? Seine Schwester konnte sich herrlich mit Frances über Journalismus austauschen, denn auch sie hat Jounalismus studiert.

Tot müde und Frances von zig Mücken zerstochen (für sie tut es mir ja leid, aber ich bin IMMER diejenige, die im Vergleich zu anderen, die mit mir in einem Raum sind, zerstochen wird… doch mit in Frances Nähe bin ich safe) sind wir dann heimgefahren. Ah, mittlerweile hatten sich die Taxi-Preise auch wieder beruhigt. 85 Baht haben wir gezahlt. 200 Baht wollte er mit uns als Festpreis ausmachen. No way!!! Als Frances ihm 100 Baht beim Aussteigen gab, hatte er auf einmal kein Wechselgeld. Einfallsreich und direkt wie Frances nunmal so ist, hat sie unserem Taxifahrer mit einem strengen „You are a Buddhist!“ wohl doch ein so schlechtes Gewissen gemacht, dass er auf einmal doch das Wechselgeld ganz schnell parat hatte. Mittlerweile war es taghell, als wir dann um kurz vor 7 im Bett lagen. 

Heute sind wir wieder mit dem Wassertaxi in die City gefahren. Haben eine einstündige Bootstour gemacht und den Sonnenuntergang angeschaut (ja, wir haben etwas länger geschlafen heute) und sind noch zum Wat Poh gegangen und haben uns den liegenden Buddha angeschaut. Ganz schön beeindruckend und alles richtig gemacht. Es ist mittlerweile kühl, hier ist kaum noch was los, die Tickethäuschen haben schon geschlossen und das Flair dort und die Ruhe ohne zig Touris waren einfach nur angenehmen. Vor dort aus sind wir noch ins Siam Center – eine riesige Mall – gefahren und haben was gegessen. Im Grunde genommen war das um 21 Uhr unser Frühstück, abgesehen von einem Snickers bzw. KitKat. 

Nach etwas Shopping an den Buden auf der Straße sind wir dann Richtung Hotel gelaufen, gelaufen, gelaufen und endlich nach insgesamt heute 7 km angekommen. Mittlerweile ist es schon wieder fast 0:30 Uhr und wir müssen morgen zeitig aufstehen, denn dann heißt es Rucksäcke packen, ab zum Flughafen und „Hallo Phuket“…

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First day in Bangkok

Nach über 25 Stunden (!) Reisezeit kamen wir am Flughafen in Bangkok bei 27 Grad müde aber sehr glücklich an. Als ich letztes Jahr in Thailand war, hatte ich bereits viele tolle Erlebnisse und Eindrücke von dem Land gesammelt und Bangkok war der Start und das Endziel meiner Reise gewesen. Die Stadt ist einfach super interessant und man fühlt sich hier total wohl. Ich finde Bangkok jedenfalls suuuuuuuper cool und die Stadt gehört zurecht zu meinen Lieblingsstädten. 

Anna und ich fuhren zunächst zu unserem 4-Sterne-Hotel, dem Almari Atrium. Nach einer erfrischenden Dusche und neuen, luftigen Klamotten fühlte man sich auch wieder wie ein richtiger Mensch.😉

Wir erkundeten noch die Gegend um das Hotel und fanden schliesslich ein kleines Restaurant, wo wir noch thailändisch essen konnten. Für mich gab es ein typisches Green Curry und Anna entschied sich für die mildere Variante – gebratene Nudeln mit Hühnchen. Anna probierte ganz mutig mein Green Curry. Aber wäre sie der kleine Drache Grisu gewesen, hätte sie wahrscheinlich in dem Moment Feuer gespuckt. So half beim Ablöschen und neutralisieren nur ein großer Schluck aus der Singha Bierflasche.😉 Dabei fand ich es wirklich nicht soooo scharf… es ist halt einfach noch die richtige thailändische Küche mit den Original Gewürzen und Zutaten.